ActiveCampaign vs. Mailchimp: Automatisierung, Preise und Teamgröße
Die Wahl hängt vor allem davon ab, wie viel Verzweigung Ihre Abläufe brauchen, wie Ihre Kontaktliste wächst und wie viele Personen Kampagnen betreuen. Hier sind die Preis- und Funktionsgrenzen, die diese Entscheidung konkret machen.
ActiveCampaign: Starter beginnt bei 15 US-Dollar monatlich für 1.000 E-Mail-Kontakte bei jährlicher Abrechnung. Starter begrenzt Automationen auf fünf Aktionen.
Mailchimp: Der kostenlose Tarif umfasst bis zu 250 Kontakte und 500 E-Mails monatlich, höchstens 250 am Tag. Standard beginnt bei 20 US-Dollar monatlich für die voreingestellte Auswahl von 500 Kontakten.
Auf einen Blick
| Vergleichspunkt | ActiveCampaign | Mailchimp |
|---|---|---|
| Beispiel für den Einstieg | Starter: 15 $/Monat bei 1.000 Kontakten, jährlich abgerechnet | Standard: 20 $/Monat bei 500 Kontakten; bis zu 6.000 E-Mails im Monat |
| Automationen | Starter: fünf Aktionen je Automation; Plus und höhere Pläne: unbegrenzte Aktionen | Essentials: einzelne Schritte bei Event-API-Auslösern; Standard: mehrstufige Abläufe |
| Teamzugänge | Starter und Plus: ein Nutzer; Pro: drei; Enterprise: fünf | Essentials: drei Sitze; Standard: fünf |
| Listen- und Versandplanung | Starter und Plus: 10× Kontaktlimit; Pro: 12×; Enterprise: 15× | Kontaktgrenzen und monatliche Sendelimits gelten gemeinsam |
Die genannten Beträge sind Anbieterpreise in US-Dollar. Vergleichen Sie keine Einstiegspreise ohne Kontaktzahl, Abrechnungsrhythmus und enthaltenes Versandvolumen.
ActiveCampaign: mehr Automationsspielraum ab Plus
Bei 1.000 Kontakten starten die jährlich abgerechneten E-Mail-Tarife bei 15 $/Monat für Starter, 49 $/Monat für Plus, 79 $/Monat für Pro und 145 $/Monat für Enterprise. Es handelt sich jeweils um kontaktabhängige Einstiegspreise; mit einer größeren Liste ändert sich der Betrag.
Starter enthält einen Nutzer und fünf Aktionen je Automation. Plus kostet im genannten Einstiegsbeispiel 49 $/Monat, enthält einen Nutzer und unbegrenzte Automationsaktionen sowie Landingpages. Pro nennt drei Nutzer und zusätzlich unter anderem prädiktive und bedingte Inhalte. Enterprise nennt fünf Nutzer. Auch die enthaltene E-Mail-Menge ist tarifabhängig: Die Preisseite weist je nach Tarif das 10-, 12- oder 15-Fache des Kontaktlimits aus.
Standard-CRM- und E-Commerce-Integrationen sind aufgeführt. Deal- und Account-Datensätze sowie Lead Scoring sind dem Pipelines-Add-on zugeordnet. Wer CRM-Funktionen einplant, sollte dieses Add-on separat prüfen.
Mailchimp: Einstiegslimits und Tarifstufen beachten
Der kostenlose Plan erlaubt eine Audience, bis zu 250 Kontakte und 500 E-Mail-Sendungen im Monat, mit einer Tagesgrenze von 250. Der kostenpflichtige Standard-Plan startet in der Auswahl mit 500 Kontakten bei 20 $/Monat und nennt dort bis zu 6.000 Sendungen monatlich.
Für größere Standard-Listen nennt die Preisseite 100 $/Monat bei 2.501–5.000 Kontakten mit bis zu 60.000 Sendungen sowie 135 $/Monat bei 5.001–10.000 Kontakten mit bis zu 120.000 Sendungen. Diese Beträge sind reguläre monatliche Listenpreise; angezeigte Einführungsangebote für die ersten zwölf Monate sind davon zu unterscheiden.
Essentials erlaubt bei Event-API-Auslösern einen einzelnen Flow-Schritt; Standard unterstützt mehrstufige Flows. Eventdaten lassen sich für Segmentierung bei Free und Essentials bis zu 30 Tage, bei Standard drei Monate und bei Premium 18 Monate verwenden. Kontakte müssen bereits in der Audience vorhanden sein, bevor Events gesendet werden.
So vergleichen Sie die Kosten fair
Angenommen, Ihr Team hat 5.000 Kontakte und benötigt mehrere Schritte nach einem Produkt- oder Kaufereignis. Bei ActiveCampaign zeigt die jährliche Preiswahl für 5.000 Kontakte Starter mit 79 $/Monat und Plus mit 145 $/Monat. Starter hat fünf Aktionen pro Automation; für unbegrenzte Aktionen ist mindestens Plus nötig. Bei Mailchimp liegt der Standard-Bereich von 2.501 bis 5.000 Kontakten bei 100 $/Monat und bis zu 60.000 E-Mails pro Monat. Das ist ein Beispielvergleich, kein identischer Leistungsumfang: Prüfen Sie Ihre tatsächliche Kontaktzahl, den Versand und die nötigen Flow-Schritte.
Bei 10.000 Kontakten zeigt ActiveCampaign Starter mit 149 $/Monat bei jährlicher Abrechnung; Mailchimp Standard nennt für die Spanne 5.001–10.000 Kontakte 135 $/Monat und bis zu 120.000 E-Mails pro Monat. Das sind unterschiedliche Abrechnungsangaben: ActiveCampaigns Preis stammt aus der jährlichen Tarifauswahl, Mailchimps Betrag ist der reguläre monatliche Preis. Prüfen Sie beide Angebote für dieselbe Kontaktzahl und vergleichen Sie Jahresgesamtkosten sowie Sendelimits.
Bei Mailchimp sind zeitlich begrenzte Rabatte nicht mit dem regulären Tarifpreis gleichzusetzen. Zum Beispiel wird für Standard bei 2.501–5.000 Kontakten ein Angebot von 50 $/Monat für zwölf Monate angezeigt, danach beginnt der Tarif bei 100 $/Monat. Kalkulieren Sie eine Verlängerung mit dem anschließenden Preis.
Welche Automatisierung passt zu Ihrem Ablauf?
Für eine Willkommensmail nach der Anmeldung kann ein einfacher Einstiegstarif reichen. Bei ActiveCampaign ist die Grenze von fünf Aktionen in Starter relevant, sobald ein Ablauf mehrere Bedingungen, Nachrichten und Wartezeiten enthält. Plus hebt die Aktionsgrenze auf. Für Teams mit mehreren Bearbeitenden sind die Nutzerlimits ebenfalls konkret: ein Nutzer in Starter und Plus, drei in Pro.
Bei Mailchimp können bezahlte Marketingpläne den Event-API-Auslöser verwenden. Essentials unterstützt damit einen einzelnen Schritt, Standard mehrstufige Flows. Für längere Event-basierte Segmentierung ist auch die Aufbewahrungsfrist relevant: drei Monate bei Standard gegenüber 30 Tagen bei Free und Essentials. Der Auslöser funktioniert nur für Kontakte, die schon in der Audience angelegt sind.
Skizzieren Sie vor der Tarifwahl einen echten Prozess, etwa „Trial gestartet → nach drei Tagen keine Aktivität → Erinnerung → bei Aktivierung aussteigen“. Zählen Sie die nötigen Schritte, Ausstiegsbedingungen und Teammitglieder. So wird sichtbar, ob die Planlimits zu Ihrer Arbeitsweise passen.
Integrationen und CRM-Bedarf prüfen
ActiveCampaign führt Standard-CRM- und E-Commerce-Integrationen auf; zu den genannten Integrationen gehören Shopify, WooCommerce, Salesforce, Microsoft Dynamics, Gmail, Outlook und Zapier. Deal- und Account-Datensätze sowie Lead Scoring sind als Pipelines-Add-on ausgewiesen. Wenn Ihr Team Verkaufschancen direkt verwalten möchte, kalkulieren Sie das Add-on mit ein.
Mailchimp nennt unter anderem Shopify, WooCommerce, Canva, Zapier, Square, Wix, Salesforce und WordPress als Integrationen. Welche Daten aus Ihrem Shop oder CRM für Segmentierung und Auslöser verfügbar sind, sollten Sie anhand der konkreten Verbindung und Ihres geplanten Ablaufs prüfen.
Ein nützlicher Praxistest ist ein einzelner Ablauf mit den Daten, die Sie tatsächlich verwenden möchten: Anmeldung, Kauf oder Produktaktivität. Prüfen Sie, ob das Ereignis ankommt, der richtige Kontakt zugeordnet ist und ein Abbruchkriterium den Ablauf beendet.
Entscheidung nach Team und Versandfall
| Ihre Situation | Was Sie zuerst prüfen sollten | Warum |
|---|---|---|
| Newsletter an eine kleine Liste | Mailchimp Free: 250 Kontakte, 500 Sendungen monatlich und 250 täglich | Die Versand- und Kontaktobergrenzen können den Bedarf früh begrenzen. |
| Mehrere Schritte und Bedingungen in Automationen | ActiveCampaign Plus oder Mailchimp Standard | Starter begrenzt Aktionen auf fünf; Essentials ist bei Event-API-Auslösern auf einen Schritt beschränkt. |
| Mehrere Personen bearbeiten Kampagnen | Tarif-Sitze mit Teamgröße abgleichen | ActiveCampaign Starter und Plus enthalten je einen Nutzer; Mailchimp Standard nennt fünf Sitze. |
| CRM-Datensätze und Lead Scoring | ActiveCampaign Pipelines-Add-on samt Preis und Umfang prüfen | Deal-Datensätze, Account-Datensätze und Lead Scoring sind als Add-on ausgewiesen. |
| Events länger für Segmente nutzen | Mailchimp Eventdaten-Aufbewahrung nach Tarif vergleichen | Die genannte Frist reicht von 30 Tagen bei Free und Essentials bis zu drei Monaten bei Standard. |
Für eine belastbare Auswahl testen Sie je einen realistischen Ablauf mit denselben Kontakten und Ereignissen. Erfassen Sie benötigte Nutzerplätze, Kontakte und Sendungen pro Monat sowie Add-ons. Die offiziellen Preisangaben können sich ändern; kontrollieren Sie vor dem Vertragsabschluss den ausgewählten Tarif und Abrechnungszeitraum.
Weiterführende Ratgeber: Umsatzzuordnung, Listenhygiene und Segmentierung.
Weitere Vergleiche: Tool-Übersicht, Mailchimp vs Brevo, Loops vs Resend, ActiveCampaign vs Mailchimp.
Ergänzende Preisvergleiche: Postmark, Brevo, MailerLite und Resend.
Haeufige Fragen
Welches Tool eignet sich für komplexe Automationen?
Vergleichen Sie die konkrete Aktions- und Flow-Grenze. ActiveCampaign Starter erlaubt fünf Aktionen pro Automation; Plus nennt unbegrenzte Aktionen. Mailchimp Essentials nutzt Event-API-Auslöser mit einem Schritt, während Standard mehrstufige Flows unterstützt.
Wie unterscheiden sich die Einstiegspreise?
ActiveCampaign Starter beginnt bei 15 $/Monat für 1.000 Kontakte und jährliche Abrechnung. Mailchimp Standard beginnt bei 20 $/Monat für die Auswahl mit 500 Kontakten; dort sind bis zu 6.000 E-Mails monatlich enthalten. Kontaktzahl, Abrechnungsbasis und Versandumfang unterscheiden sich.
Wie viele Teammitglieder sind enthalten?
ActiveCampaign Starter und Plus nennen je einen Nutzer, Pro drei und Enterprise fünf. Mailchimp Essentials nennt drei Sitze und Standard fünf. Prüfen Sie den für Ihr Team passenden Tarif vor der Auswahl.
Was muss ich bei Mailchimp Event-API-Automationen beachten?
Bezahlte Marketingpläne haben Zugriff auf den Event-API-Auslöser. Essentials kann ihn für einen einzelnen Flow-Schritt verwenden, Standard für mehrstufige Abläufe. Der Kontakt muss vor dem Senden des Events in der Audience vorhanden sein.
Wie vergleiche ich die Preise bei wachsender Liste?
Nutzen Sie dieselbe Kontaktzahl, den gewünschten Abrechnungszeitraum und Ihre monatliche Sendemenge. Vergleichen Sie reguläre Preise mit regulären Preisen und weisen Sie zeitlich begrenzte Angebote separat aus.