Mailingkampagnen
Stand 2026

Kit vs Mailchimp: Newsletter, Formulare und Automationen für Creator

Kit richtet seine Newsletter-Werkzeuge auf Creator aus: Formulare, Landingpages und Broadcasts gehören zum kostenlosen Plan; Sequenzen und Visual Automations beginnen mit Creator. Mailchimp ordnet Marketingkontakte, Sendekontingente und Customer Journeys nach Tarifstufen. Welche Struktur passt, hängt davon ab, ob Sie vor allem eine eigene Publikation aufbauen oder Kontakte über mehrere Marketingstrecken betreuen.

Die praktische Kurzfassung

Für eine Creator-Liste mit Formularen und regelmäßigen Ausgaben ist Kits kostenloser Einstieg bis 10.000 Abonnenten bemerkenswert großzügig. Brauchen Sie bezahlte Sequenzen, vergleichen Sie Kit Creator mit dem Umfang, den Ihr Mailchimp-Tarif bei Kontakten, Sendungen und Journeys bietet.

Mailchimp kann die bessere organisatorische Passform sein, wenn Marketingkontakte, mehrere Journeys und Teamzugänge in einem System verwaltet werden sollen. Prüfen Sie die benötigten Tarifgrenzen konkret, statt aus dem Produktnamen auf den Funktionsumfang zu schließen.

Auf einen Blick

FrageKitMailchimp
GrundmodellAbonnentenbasierter Creator-Newsletter mit Formularen, Landingpages und BroadcastsKontaktbasierte Marketingpläne mit monatlichem Sendelimit je Kontaktstufe
Kostenloser EinstiegBis 10.000 Abonnenten; unbegrenzte Formulare, Landingpages und Broadcasts sowie Tags und SegmentierungBis 250 Kontakte, 500 Sendungen pro Monat und höchstens 250 pro Tag
Automatisierte StreckenVisual Automations und E-Mail-Sequenzen ab CreatorCustomer Journeys: Essentials bis zu 4 Schritte, Standard bis zu 200; Event-API-Journeys sind auf Essentials einstufig und ab Standard mehrstufig
PreisbeispieleCreator bei 1.000 Abonnenten: rund 33 USD monatlich bei Jahreszahlung (390 USD jährlich); 75 USD monatlich bei 5.000 und 116 USD bei 10.000 Abonnenten, jeweils JahresbasisStandard: 20 USD pro Monat beim 500-Kontakt-Auswahlwert; 100 USD monatlich für 2.501–5.000 Kontakte mit bis zu 60.000 Sendungen, 135 USD für 5.001–10.000 mit bis zu 120.000 Sendungen
TeamzugängeUnbegrenzte Nutzer werden für Pro ausgewiesenEssentials: 3 Sitze; Standard: 5 Sitze

Preise in USD; Kit Creator-Beispiele sind monatliche Raten bei jährlicher Abrechnung, wobei der Monatswert bei 1.000 Abonnenten auf rund 33 USD gerundet ist und die Jahresrechnung 390 USD beträgt. Mailchimp-Beispiele sind monatliche Listenpreise. Tarifauswahl, Aktionsangebote, Steuern und spätere Preisänderungen können die Rechnung verändern. Prüfen Sie die Auswahl direkt auf den Kit-Preisseiten und den Mailchimp-Preisseiten.

Kit: vom Formular zur Creator-Serie

Im kostenlosen Kit-Plan können Sie bis zu 10.000 Abonnenten verwalten und unbegrenzt Landingpages, Formulare und E-Mail-Broadcasts nutzen. Tags und Segmentierung helfen, eine Leserschaft nach Interessen zu ordnen. Das eignet sich, um einen Newsletter aufzubauen, Anmeldungen zu sammeln und regelmäßig redaktionelle Ausgaben zu versenden.

Eine automatisierte Willkommensserie ist eine andere Anforderung als ein Broadcast. Visual Automations und unbegrenzte E-Mail-Sequenzen sind laut Preisübersicht dem Creator-Plan zugeordnet. Der gerundete Beispielwert von rund 33 USD pro Monat bezieht sich auf 1.000 Abonnenten bei jährlicher Zahlung; die Jahresrechnung beträgt 390 USD. bei 5.000 und 10.000 Abonnenten nennt die Quelle 75 beziehungsweise 116 USD pro Monat auf Jahresbasis. Diese Werte sind daher nicht mit einer monatlich abgerechneten Mailchimp-Rechnung gleichzusetzen.

Wenn Sequenzen für Ihre Arbeit zentral sind, planen Sie sie als bezahlte Funktion ein. Wollen Sie zunächst nur Formulare, Tags und einzelne Newsletter-Ausgaben, kann der kostenlose Umfang für einen Pilotversuch ausreichen.

Mailchimp: Kontakte, Sendungen und Journeys

Mailchimp koppelt die Kontaktstufe an ein monatliches Sendekontingent. Der kostenlose Plan ist auf 250 Kontakte, 500 Sendungen monatlich und maximal 250 am Tag begrenzt. Beim Standard-Beispiel mit 500 Kontakten nennt die Quelle 20 USD im Monat und bis zu 6.000 E-Mails monatlich. Größere Standard-Stufen reichen im Beispiel von 100 USD bei 2.501–5.000 Kontakten und 60.000 Sendungen bis 135 USD bei 5.001–10.000 Kontakten und 120.000 Sendungen.

Journeys skalieren ebenfalls nach Tarif: Essentials erlaubt bis zu vier Schritte, Standard bis zu 200. Für einen Event-API-Auslöser kann Essentials eine einstufige Strecke erstellen; Standard und höhere Tarife können damit mehrstufige Strecken einrichten. Bei benutzerdefinierten Eventdaten nennt die Hilfe unterschiedliche Zeiträume für Segmentierung: bis zu 30 Tage bei Free und Essentials, drei Monate bei Standard und 18 Monate bei Premium.

Das macht Mailchimp nicht automatisch passend für jedes Marketingteam. Es bedeutet, dass Sie bei einer konkreten Journey auch Tarifstufe, Kontaktbestand, Sendemenge und gewünschte Event-Historie gemeinsam prüfen sollten.

Ein hypothetischer Anwendungsfall

Angenommen, eine Illustratorin veröffentlicht wöchentlich einen Newsletter, sammelt Anmeldungen über eine Portfolio-Landingpage und möchte neue Leserinnen zunächst mit drei redaktionellen E-Mails begrüßen. Sie hat 4.800 Abonnenten. Bei Kit müsste sie für Sequenzen den Creator-Plan heranziehen; die Preisübersicht nennt 75 USD monatlich auf Jahresbasis bei 5.000 Abonnenten. Mit Mailchimp müsste sie Kontaktstufe und gewünschte Willkommensstrecke wählen: das Standard-Beispiel für 2.501–5.000 Kontakte kostet 100 USD pro Monat und umfasst bis zu 60.000 Sendungen; Standard unterstützt Journeys mit bis zu 200 Schritten.

Das ist kein direkter Gleichstand zweier identischer Warenkörbe: Kit ist hier auf Jahreszahlung ausgewiesen, Mailchimp auf monatlicher Zahlung, und die enthaltenen Sendelimits sowie Workflow-Modelle unterscheiden sich. Rechnen Sie zunächst Ihren tatsächlichen Jahresversand aus und prüfen Sie, welche Funktionen im konkreten Tarif enthalten sind. Bei Mailchimp dürfen die 60.000 Sendungen pro Monat nicht mit 60.000 Kontakten verwechselt werden.

So führen Sie einen aussagekräftigen Pilotversuch durch

  1. Skizzieren Sie eine typische Anmeldung, den ersten Broadcast und die gewünschte Willkommensfolge. Notieren Sie, welche Schritte zeitgesteuert oder durch ein Ereignis ausgelöst werden sollen.
  2. Richten Sie in jedem Produkt eine kleine Testliste mit denselben Formularfeldern und derselben Einwilligung ein. Prüfen Sie, welche Planstufe für die Folge erforderlich ist.
  3. Senden Sie denselben Testinhalt an getrennte, vergleichbare Empfängergruppen. Bewerten Sie Klicks, Anmeldungsqualität, Abmeldungen, Beschwerden und den Aufwand beim Erstellen und Pflegen.
  4. Vergleichen Sie eine Zwölfmonatsrechnung mit realistischem Listenwachstum und Versandvolumen. Halten Sie Abrechnungsrhythmus, Kontaktgrenze und inkludierte Sendungen getrennt fest.

Kit passt eher in die engere Wahl, wenn …

  • Ihr Kernprodukt eine eigene Newsletter-Publikation oder Creator-Liste ist.
  • Sie ohne Kosten zunächst Formulare, Landingpages, Tags und Broadcasts einsetzen möchten.
  • Sie für Sequenzen bereit sind, Creator als bezahlte Stufe mit Jahresabrechnung zu prüfen.
  • Ihr Team keine erweiterten Journey-Schritte aus dem Mailchimp-Modell benötigt.

Mailchimp passt eher in die engere Wahl, wenn …

  • Sie Marketingkontakte und ihre monatliche Sendekapazität gemeinsam budgetieren möchten.
  • Customer Journeys mit mehreren Schritten oder Event-API-Auslösern zu Ihrem Ablauf gehören.
  • Sie die passenden Teamzugänge der Tarife – beispielsweise drei Sitze bei Essentials oder fünf bei Standard – abgleichen wollen.
  • Sie die Event-Segmentierungszeiträume Ihrer Tarifstufe in die Planung einbeziehen müssen.

Vor dem Wechsel oder Start klären

Erfassen Sie Kontakte, geplante Sendungen pro Monat, Wachstum und Teamzugänge getrennt. Bei Mailchimp beeinflusst der Kontaktbereich auch die ausgewiesene Sendekapazität; bei Kit beziehen sich die genannten Creator-Preisbeispiele auf Abonnentenzahlen und Jahresabrechnung. Addieren Sie keine Werbeangebote zu Listenpreisen, ohne Laufzeit und Verlängerung zu prüfen.

Schreiben Sie Ihre wichtigste Strecke als Ablauf auf: Anmeldung, Wartezeit, Nachricht, Verzweigung und Ende. Für Kit prüfen Sie, ob die Creator-Sequenz und Visual Automation den Ablauf abdecken. Für Mailchimp gleichen Sie benötigte Journey-Schritte mit der Stufe ab und testen Event-Auslöser mit bestehenden Kontakten; die dokumentierte Events-API setzt voraus, dass Kontakte zuvor in der Audience angelegt wurden.

Vor einer Migration sollten Sie Kontakte, Einwilligungsstatus, Tags und Inhalte exportieren und in einer kleinen Testgruppe kontrollieren. Prüfen Sie Domain-Authentifizierung und das Verhalten bei Abmeldungen, Bounces und Beschwerden im jeweiligen Konto. Ein kleiner Pilot mit vergleichbaren Empfängergruppen hilft, Einrichtung und Versandablauf für den eigenen Anwendungsfall einzuschätzen.

Weitere Vergleiche und Anbieterinformationen: Loops vs Resend, ActiveCampaign vs Mailchimp, Tool-Übersicht und Mailchimp vs Brevo. Preisübersichten weiterer E-Mail-Dienste: Brevo, MailerLite, Resend und Postmark. Weiterführende Artikel: Listenhygiene, Segmentierung und Umsatzattribution.

Haeufige Fragen

Ist Kit oder Mailchimp günstiger?

Das hängt von Liste, Versandmenge und Abrechnungsrhythmus ab. Kit Creator kostet bei 1.000 Abonnenten 390 USD jährlich; das entspricht gerundet rund 33 USD je Monat bei Jahreszahlung. Mailchimp Standard startet im Beispiel mit 20 USD pro Monat beim 500-Kontakt-Auswahlwert. Bei größeren Listen unterscheiden sich Kontaktstufen und Sendekontingente; vergleichen Sie dieselbe Laufzeit und Ihren Bedarf.

Kann ich bei Kit kostenlos automatisierte Sequenzen versenden?

Visual Automations und E-Mail-Sequenzen sind dem Kit Creator-Plan zugeordnet. Kostenlos enthalten sind unter anderem Formulare, Landingpages, Broadcasts sowie Tags und Segmentierung bis 10.000 Abonnenten.

Wie viele Schritte kann eine Mailchimp Customer Journey haben?

Mailchimp Essentials unterstützt Customer Journeys mit bis zu vier Schritten und Standard mit bis zu 200. Für Event-API-Auslöser ist Essentials auf eine einzelne Stufe beschränkt; ab Standard sind mehrstufige Flows möglich.

Was sollte ich im Pilotversuch messen?

Prüfen Sie Formularabschluss und Datenübernahme, den Aufwand beim Erstellen der Strecke, Klicks, Abmeldungen und Beschwerden. Halten Sie Testgruppen und Versandbedingungen vergleichbar und kalkulieren Sie anschließend den Tarif anhand Ihrer tatsächlichen Kontaktzahl und Sendungen.